Herzlich willkommen Niklas Wackler

Der ideenreiche Wunschspieler
Fußball Mittelfeld-Regisseur Niklas Wackler wechselt zu den Haller Sportfreunden. Bis Sommer hat er für den TSV Ilshofen in der Oberliga gespielt und sich danach an seinem Studienort Bamberg fit gehalten. Von Viktor Taschner
Eigentlich wollten die Sportfreunde Schwäbisch Hall, was Zugänge betrifft, nicht aktiv werden in dieser Winterpause. „Die Mannschaft hat in der Vorrunde sehr gut performt“, stellt auch Trainer Thorsten Schift nochmal klar. Aktuell belegen die Sportfreunde Platz 2 in der Winterpause – und das als Neuling. Die Wörter „Aufstieg“ oder „Oberliga“ nimmt aber bei den Hallern niemand öffentlich in den Mund, denn alle wissen, wie eng es in der Verbandsliga in dieser Saison zugeht.
Trotz der starken Hinserie holen die Haller jemanden in den Kader dazu – jemanden, der den Fußballkennern in der Region ein Begriff sein wird. Niklas „Nini“ Wackler, bis vergangenen Sommer noch beim TSV Ilshofen in der Oberliga spielend, trägt ab der Rückrunde das Haller Trikot.
„Nach fünf Jahren in Ilshofen war ich bereit für eine neue sportliche Herausforderung. Es sollte aber auch eine Mannschaft sein, die ambitioniert ist“, blickt Wackler auf den Sommer zurück. „Ich hatte damals schon Kontakt zu den Sportfreunden.“ Allerdings kam damals ein Engagement (noch) nicht zustande, weil Wackler sich auf sein neues Studium konzentrieren wollte. Der 23-Jährige belegt Finance & Accounting in Bamberg. Dort hielt sich Wackler in den vergangenen Wochen fit, trainierte beim Bayernligisten Eintracht Bamberg mit. In Oberfranken konnte er sich langsam wieder ans Fußball spielen gewöhnen, denn Wackler musste sich erst wieder von einem Kreuzbandriss, den er noch zu Ilshofener Zeiten erlitten hat, erholen. „Das Knie ist aber jetzt wieder vollständig genesen. Ich kann wieder angreifen“, freut sich Wackler. Nach seinem Studium möchte er in der hiesigen Region arbeiten. „Ich habe beispielsweise von Ende Februar bis April keine Vorlesungen.“ Wenn er nicht an seinem Studienort ist, dann ist Wackler wieder bei seiner Familie in Satteldorf. Die Wege nach Schwäbisch Hall sind also überschaubar. Zudem kennt Wackler auch schon den ein oder anderen Sportfreunde-Akteur. Mit Kevin Lehanka habe er bereits zusammengespielt, auch Daniel Martin kenne er gut.
Der nur 1,60 Meter große Mittelfeldspieler besticht insbesondere durch seine feine Technik. „Er hat auch sehr gute Ideen, um Räume zu bespielen, die andere gar nicht sehen“, stellt Sportfreunde-Coach Thorsten Schift heraus. Auch im Eins-gegen-eins habe Wackler seine Stärken. Schift sieht bei ihm das zentrale, offensive Mittelfeld als Idealposition, wenngleich Wackler auch auf außen agieren kann. „Wir haben nach so einem flexiblen Offensivspieler gesucht. Er hat in der Oberliga schon seine Leistungsstärke nachgewiesen. Zudem passt er von der Altersstruktur und von seiner Art her sehr gut zu uns“, zählt Schift weitere Gründe für die Verpflichtung von Niklas Wackler auf. „Er war schon im Sommer unser Wunschspieler.“ Bis zum Ende der nächsten Saison, also Sommer 2025, haben sich beide Seiten vertraglich gebunden. „Wir hoffen natürlich, dass etwas Längerfristiges daraus wird“, so Schift. Trotz eines Spielers mehr planen die Haller nicht automatisch mit einem Abgang. „Der Konkurrenzkampf wird so natürlich erhöht, aber die Qualität, die dazukommt, wird uns guttun.“ Seit Dienstag sind die Sportfreunde wieder im Training. „Wir fangen aber ganz locker an. Die Jungs sollten nach der langen Corona-Saison und der starken Vorrunde etwas entspannen. Daher gab es keine speziellen Laufpläne. Die Jungs sollten sich einfach ein bisschen fit halten“, sagt der Haller Trainer. Sechs Testspiele haben die Sportfreunde vereinbart, das erste ist am 28. Januar auf dem Kunstrasen Schenkensee (12.30 Uhr) gegen den Landesliga-Spitzenreiter Türkspor Neckarsulm. Ernst wird es wieder am 4. März. Zum Rückrundenauftakt kommt dann der TSV Ilshofen auf die Auwiese – der Ex-Club von Niklas Wackler. „Wir wollen jedes Spiel voll angehen und dann schauen wir mal, wozu es reicht“,sagt Wackler zu den Aussichten seines neuen Teams in der Rückrunde.