In vierter Generation

Wie der Vater, so der Sohn, heißt es in einer Redensart. Es kommt häufiger vor, dass Kinder in die Fußstapfen ihrer Eltern treten. Im Sport ist das auch so. Aber das vier Generationen für den gleichen Verein spielen, ist dann doch nicht alltäglich.

Die Sportfreunde Schwäbisch Hall spielen 1970 in der II. Amateurliga gegen die SGV Murr, gewinnen mit 5:1. In der Aufstellung ist der Name Dahmen zu finden. Den findet man im aktuellen Kader der Sportfreunde gleich zweimal: Marco Dahmen ist Co-Trainer, sein Sohn Daniel hat in dieser Saison bereits vier Spiele für den Landesligisten absolviert. Der 18-Jährige ist auch noch für die A-Junioren der Sportfreunde in der Landesstaffel spielberechtigt.

Angesprochen auf den Namen Dahmen in der Elf von 1970 antwortet Marco Dahmen. „Dabei handelt es sich um meinen Onkel Martin Dahmen.“ Dieser traf gegen die SGV Murr zweimal. Doch auch der Vater und der Großvater von Marco Dahmen trugen das Sportfreunde-Trikot. „Beide hießen Hermann mit Vornamen. Mein Großvater spielte auch bei den Aktiven, mein Vater in der Jugend bei den Sportfreunden, das muss in den 50er-Jahren gewesen sein. Er hörte dann aus beruflichen Gründen auf.“ Sohn Marco, Jahrgang 1976, setzte die Familientradition fort. Auch er trug das blaue Trikot der Sportfreunde.

Der momentan jüngste Dahmen bei den Sportfreunden ist Daniel. Er wagte etwas, was die drei Dahmens vor ihm nicht taten: Er wechselte in der Jugend zum VfR Aalen. Vater Marco begleitete ihn, war sein Fahrer. Vor einem Jahr kehrten sie zurück zum Verein ihrer Vorväter. „Natürlich kennt Daniel die Familiengeschichte und er ist auch stolz darauf, dass er nunmehr der Dahmen in vierter Generation bei den Sportfreunden ist“, berichtet Marco Dahmen.

Ob es bei den Dahmens ein Fußball-Gen gibt, das vererbt wird? Schließlich spielten die Sportfreunde fast immer höherklassig, die Anforderungen an die Spieler waren und sind dementsprechend. Marco Dahmen muss bei dieser Frage lachen. „Das weiß ich nicht. Ich kann nur für mich sagen, dass ich gerne Fußball gespielt habe. Andere Sportarten kamen nicht in Frage.

Hartmut Ruffer-Haller Tagblatt

Die erste Generation

Marco Dahmen (3. von links)