„So weit weg wie noch nie“

Die Trainer von den höherklassig spielenden TSV Ilshofen, TSV Obersontheim und der Sportfreunde Schwäbisch Hall rechnen damit, dass nur noch die Hinrunde zu Ende gespielt werden kann. Von Hartmut Ruffer
 
Warten – eine verlernte Kunst“ heißt ein Buch von Timo Reuter. Der Autor geht davon aus, dass einem die Gelassenheit verloren geht, wenn er nicht die Kunst des Wartens beherrscht. Außerdem würde sich auch keine Vorfreude einstellen. Amateursportler dürften die Kunst des Wartens zwangsläufig gelernt haben, schließlich wissen sie nicht, wann sie wieder ihrem Hobby nachgehen dürfen. Auch die Fußballer können nicht auf den Platz. Die Trainer der drei höherklassig spielenden Teams aus dem Haller Altkreis warten mit mehr oder minder großer Gelassenheit. Vorfreude gibt es, aber sie ist nicht ungetrübt.
 
Die Hoffnung auf den Abschluss der Vorrunde hat auch Thorsten Schift von den Sportfreunden Schwäbisch Hall. Der Trainer hält diese Variante für „sportlich fair. Und sie ist allemal besser als eine Quotientenregel“. Mit dieser hatten die Sportfreunde in der vergangenen, abgebrochenen Spielzeit schlechte Erfahrungen gemacht, als sie um 0,04 Punkte den Aufstieg in die Verbandsliga verpassten. Könnte die Vorrunde zu Ende gespielt werden, hätten die Sportfreunde noch sieben Spiele, um den Aufstieg zu realisieren. Der Druck wäre in jedem Spiel da. Dem kann Thorsten Schift auch Positives abgewinnen. „Käme es so, dann wüsste jeder, um was es geht.“ In dieser Woche wollen sich die Haller wieder zu einer Videokonferenz treffen. Die jetzige lange Pause nagt an allen.
 
Die Annäherung soll wieder folgen, wann auch immer.
Wenn es so weit ist, können alle mit Recht behaupten: „Die Kunst des Wartens – wir haben sie gelernt.“